Vita

Dr. Elke Voelker studierte zunächst Schulmusik an der Mannheimer Musikhochschule sowie Romanistik an der dortigen Universität. Daran schloss sich ein Studium in Musikwissenschaft und Germanistik an der Universität Heidelberg an. Ihre Promotion zum Dr. phil. in Musikwissenschaft erfolgte 2012 mit dem Thema „Der estnische Komponist Rudolf Tobias – Leben und Werk“.
Parallel dazu studierte sie ab 1992 das Fach Künstlerische Ausbildung (Orgel) bei Prof. Leo
Krämer in Mannheim. Daran anschließend Solistendiplom (Abschluss mit Auszeichnung) und Kirchenmusik (A-Examen) in Mainz (bei Domorganist Prof. Hans-Jürgen Kaiser, Domkapellmeister Prof. Mathias Breitschaft/Chorleitung, Prof. Michael Hofstetter/Orchesterleitung). 2009/2010 Ausbildung zur Orgelsachverständigen.

Auslandsstudien als Stipendiatin bei Prof. Wolfgang Rübsam an der University of Chicago/ USA bei Nicholas Kynaston in London und bei Prof. Michelle Leclerc an der Schola Cantorum/ Paris folgten. Letztere wurden beendet mit einem Diplôme de Concert (Premier Prix mit Auszeichnung „très bien à l’unanimité“). Meisterkurse und private Studien u.a. bei Jean Guillou (Paris), Daniel Roth (Paris), Jon Laukvik (Stuttgart), Piet Kee (Haarlem/ NL), Ludger Lohmann (Stuttgart).

Auszeichnungen:

  • 1994 Stipendiatin der Robert-Bosch-Stiftung
  • 1995 Großer Preis und Publikumspreis im „Internationalen Orgelwettbewerb Dom zu Speyer“
  • 1999 2. Preis mit Auszeichnung beim „Internationalen Orgelwettbewerb Freyming/ Lorraine“
  • 1999 Finalistin beim „Concours International d’Orgue de la Ville de Paris“ und Trägerin der Médaille de la Ville de Paris
  • 2001 Stipendiatin von Rotary International. 2002 Dritter Preis beim „Internationalen Orgelwettbewerb Erfurt“
  • 2003 und 2004 Diapason Award (5 Stimmgabeln) für ihre Karg-Elert-Einspielungen Vol. 2 und Vol.3
  • 2007Répertoire 9“- Auszeichnung für ihre Karg-Elert-Einspielung Vol. 5
  • 2009 Auszeichnung des Kultusministeriums Perm (GUS) für herausragende Leistungen bei der internationalen kulturellen Vernetzung im Bereich der klassischen Musik und insbesondere der Orgelkultur (Diplom)
  • 2014 Nominierung für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik für die Karg-Elert-Einspielung Vol. 7

Seit ihrem 1. Preis im „Internationalen Orgelwettbewerb Dom zu Speyer“ war Elke Voelker ständige Assistentin des Domorganisten und Domkapellmeisters an der Speyerer Kaiser- und Marien-Kathedrale. Von März-September 2009 war sie kommissarische Domkapellmeisterin und als Domorganistin zuständig für alle Pontifikal- und Kapitelsämter.

Nicht zuletzt seit ihren Wettbewerbserfolgen hat sich ihr Ruf als eine der gefragtesten Organistinnen ihrer Generation etabliert und zu einer umfangreichen internationalen Konzerttätigkeit geführt. Zahlreiche Einladungen zu internationalen Musikfestivals folgten. So u. a. in Deutschland (Intern. Orgelwochen Nürnberg ION, Nürnberg/Meistersingerhalle, Musikfestspiele Saar, Intern. Orgelfestwochen Rheinland-Pfalz, Freiburger Münster, Schlosskirche zu Altenburg, Dome in Speyer, Fulda, Limburg, Bremen, Erfurt, Freiberg, Orgelfestival Bonn-Beul u.a.), Frankreich (Paris, Kathedrale zu Chartres, Sens, Châlons, Festival Routes des Orgues de Moselles u.a.), der Schweiz, Italien (Rom „Festival Internazionale di Musica et Arte Sacra“; Ravenna-Festival u.a.), Spanien (Barcelona, Palau de la Musica), Belgien (Kathedralen von Gent, Brüssel, Antwerpen), Luxemburg (Dudelange, Bridel), Schweden, Dänemark, Finnland (Lahti-Orgelfestival, Helsinki Kathedrale), GUS (Philharmonien in St. Petersburg, Moskau, Jekaterinburg, Perm, Minsk), Baltikum (Dom zu Riga), Israel (Jerusalem), Hong Kong (Cultural Center Concert Hall), Japan, Australien (Sydney, Melbourne), Neuseeland, USA (New York – St. Thomas, St. Mary the Virgin) und Brasilien (Rio de Janeiro). 2008 war sie zu Konzerten und einem Gastvortrag im Rahmen der National Convention der American Guild of Organists (AGO) in Minneapolis eingeladen. Bereits 1996 hatte sie ihr umjubeltes Debütkonzert beim Schleswig-Holstein Musikfestival. 1997 Mitwirkung beim Rheingau-Musikfestival. 1999 feierte sie ihr Solo-Debüt im ausverkauften großen Saal der St. Petersburger Philharmonie. Seither folgten regelmäßige Einladungen sowohl als Solistin wie auch als Organistin bzw. Cembalistin des Kammerorchesters der Petersburger Philharmoniker (2000 Bach-Mendelssohn-Festival St. Petersburg, 2002 International Festival „The Classics and the future“).

Als Solistin und Continuo-Spielerin konzertierte sie unter Theodor Guschlbauer, Carl Davis, Michael Hofstetter, Leo Krämer, Frank Strobel, Arvo Vollmer, Karl-Heinz Steffens mit Orchestern wie dem Kammerorchester der St. Petersburger Philharmoniker, den Pariser Sinfoniker, den Heidelberger Sinfoniker, dem Estnisches Nationalorchester Tallinn, der Camerata Salzburg und wirkte ebenso bei zahlreichen Konzerten der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz (Alte Oper Frankfurt, Tonhalle Düsseldorf u.a.) mit.

Einen besonderen Schwerpunkt innerhalb ihres Repertoires bildet die intensive Beschäftigung mit den Orgelwerken Sigfrid Karg-Elerts (1877 – 1933). Derzeit spielt sie eine CD-Reihe mit den bedeutendsten Orgelwerken dieses Komponisten in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Label AEOLUS ein. Sie ist Ehrenmitglied des englischen Karg-Elert Archive sowie Mitglied der deutschen Gesellschaft der Orgelfreunde (GdO). Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen (Südwestrundfunk, Bayerischer Rundfunk, Radio Bremen; ZDF, FR3, Radio Vatikan, amerikanische Radiosendung Pipe Dreams; russisches Fernsehen; CD: Motette, Aeolus, Spirella). Mehrere Portraitsendungen beim Südwestrundfunk (SWR 4. SWR 2).

Musikwissenschaftliche Publikationen als Autorin u.a. in der neuen Edition der Enzyklopädie MGG (Musik in Geschichte und Gegenwart/ Bärenreiter-Verlag), dort ebenso Mitarbeit und wissenschaftliche Fachbeirätin für den Bereich „Baltikum“ sowie Autorin der Fachzeitschrift „ORGAN – Journal für die Orgel“ (Schott-Verlag). Zahlreiche Vorträge und Masterclasses (Dommusik Speyer, Universität Bochum, Musikhochschule Freiburg, Gnessin-Akademie Moskau, Musikakademie Malmö/Schweden). Rundfunkbeiträge im Klassikprogramm des Bayerischen Rundfunks.

Elke Voelker ist seit 1996 künstlerische Leiterin und Initiatorin der internationalen Konzertreihe Deidesheimer Musikherbst sowie von 2006–2011 des jährlichen russischen Internationalen Orgelfestivals der Philharmonie Perm (GUS). Die Rotarierin ist Charter President des Rotary Clubs Limburgerhof/Vorderpfalz (2003/2004) und Member of the Rotary District Board 1860 (Women’s and Cultural Issues). Elke Voelker ist Initiatorin und Leiterin des Deutschen Rotary Chor e.V. mit Sitz im Distrikt 1860. Im Juni 2007 wurde sie aufgrund ihrer rotarischen Verdienste zum Paul Harris Fellow ernannt. 

(Juli 2017)

 

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