WHOLENOTE (MUSIKMAGAZIN TORONTO), JOHN S. GRAY, MAI 2006 
Disc of the Month
It’s about time that Karg-Elert enjoyed a revival. The German composer’s post-romantic
organ works will surely make a good impression on listeners with this, the second volume
in a series by organ virtuoso Elke Völker. Recorded at the massive 98-stop Wilhelm Sauer
1893 organ in the acoustically rich interior of the St. Petri Dom in Bremen, this is music to
shake rafters from cathedral to condominium.
The 1910 Three Symphonic Canzonas are spellbinding. Unexpected appearances by
instruments and voices beyond the organ make this set utter magic, especially in the third
part, Fuge, Kanzone und Epilog. Two Pieces for violin and organ, dating back to 1903,
continue this display of Karg-Elert’s inventive pairing, showing us his more introspective
side.
The last piece, Passacaglia and Fugue on B-A-C-H, op. 150 is from very late in Karg-
Elert’s life, and controversy and confusion about the authenticity of parts of the score still
remain. As presented it is adensely chromatic work, nearly 20 minutes in lenght.
Völker plays all with ease and grace; violinist Immanuel Willmann is well-matched to the
organ in the Two Pieces. There are four singers: Inka Henze, Ratraut Reidel, Hanna
Wardetzki and Ulla Kostia-Mielke, and they deserve much praise for their work here.
Trumpeter Michael Boese is excellent. As expected, the organ Stopps have a whole page
in the notes, and even the microphones are credited. Splendid!
DIE ZEIT, WOLFRAM GOERTZ, NR. 15, 03. APRIL 2003
"Sie waren immer in seiner Nähe, der Übervater und der Nebenbuhler - am nächsten,
wenn er am Komponiertisch saß. Dem Ersten zollte er Ehrerbietung und schrieb seinen
Namen oft in Noten nieder: B-A-C-H. Dem anderen, Max Reger (wohnte ebenfalls in
Leipzig, sogar in derselben Straße), machte er die Vermählung mit der Orgel streitig, der
Königin der Instrumente. Er selbst hielt sich für ausersehen, ihr kühnster Bräutigam zu
werden: Sigfrid Karg-Elert (1877-1933).
Mit einem Bein stand Karg-Elert im rostigen Gleis zurück zu Bach, mit dem anderen im
Futur der Musik. Er riskierte orchestrale KIangwechsel von verblüffender Direktheit und
erfand irrwitzig reizvolle Harmonien, in denen die Tristan-Chromatik dem Impressionismus
Debussys, dem Mystizismus Skrjabins und sogar dem Jazz begegnet. Zuweilen sitzt die
Musik auch im strengen Gestühl der Gregorianik. Fast possierlich mutet neben solcher
Erlebnisvielfalt Karg-Elerts Verhaftung in der Welt historischer Formen an, in Fuge,
Variation, Passacaglia und Chaconne. Nicht nur auf diesem Terrain war ihm der
erfolgreiche Max Reger ein Konkurrent, der die Situation indes freundlich kollegial begriff.
Karg-Elert hingegen streute Sottisen aus und tadelte an Reger die "sinnlosen, wüsten, nie
richtig durchgearbeiteten Orgelsachen". Der Komplex saß tief. Vielleicht wirkt Karg-Elerts
Musik deshalb so genialisch, weil sie unter dem schmerzenden Druck des Neids entstand.
Sein wenig bekanntes Orgelschaffen wird derzeit von zwei unterschiedlichen Positionen
geborgen. Der Schwede Hans Fagius hat die späte fis-moll-Symphonie, den
Symphonischen Choral über "Jesu meine Freude" und eine Hand voll kleinerer Stücke an
der Frobenius-Orgel in der Kathedrale zu Aarhus aufgenommen: klärendes Spiel aus dem
Geist des Barock, luftige Linienführung. Das Delta musikalischer Überflutung wird
trockengelegt. Eine schöne, etwas abstrakte Aufnahme für Leute, die jenen mächtigen
Übervater in Karg-Elerts unruhiger Seele rumoren hören wollen.
Fagius' deutsche Kollegin Elke Völker hingegen sucht schier raubkatzenhaft das Duell mit
einer gründerzeitlichen Titanenmusik - und sie gewinnt es fulminant an der romantischen
Sauer-Orgel im Dom zu Bremen. Die Drei sinfonischen Kanzonen op. 85 spielt sie mit
einer improvisatorischen Unmittelbarkeit, einer brennenden, hoch virtuosen Energie, dass
man vor ihr (der Orgel) fast in die Knie geht. Und in Passacaglia und Fuge über B-A-C-H
staffelt Völker die Musik dermaßen als bizarr bewegte Form, dass man am Ende betrübt
zur Kenntnis nimmt, dass Sigfrid Karg-Elert so vieles konnte - nur keine guten Schlüsse
komponieren. Ein wunderlicher Typ."
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, MICHAEL GASSMANN, 22. FEBR. 2003 
„Beherrschende Gestalt der deutschen Orgel-Spätromantik nach 1900 ist zweifelsohne
Max Reger: Die Instrumente, die in dieser Zeit entstanden, wurden durch die
Orgelbewegung in großer Zahl zerstört, erleben aber in letzter Zeit eine beachtliche
Renaissance. In deren Folge bemüht man sich verstärkt um das Repertoire, das für sie
geschrieben wurde. So tritt neben Reger nun auch wieder Sigfrid Karg-Elert (1877 bis
1933), dessen wichtigste Orgelwerke derzeit von Elke Völker an der Sauer-Orgel des
Bremer Doms auf CD gebannt werden. Zwei Platten sind bereits erschienen. Sie
etablieren Karg-Elert ebenso deutlich als Antipoden wie als Zeitgenossen Regers.
Letzteres ist unüberhörbar dort, wo die Satzweise dicht bis dick, dabei durch und durch
chromatisch ist. Zwei Komponisten schöpfen aus denselben Quellen. Das Temperament
der beiden jedoch könnte nicht unterschiedlicher sein. Regers Gefährdung liegt in seinem
Hang zu stereotypen Durch-Nacht-zum-Licht-Steigerungen. Karg-Elerts Problem ist seine
Leidenschaft für wuchernde Ornamentik, eine Formschwäche, die auch durch engste
motivische Verzahnung nicht überwunden wird. Elke Völkers betörend farbiges,
leidenschaftliches Spiel am staunenswerten Bremer Instrument macht aber auch deutlich,
daß Karg-Elert dem Kollegen manches voraus hat: ein begnadeter Kolorist, der die Orgel
wie ein Orchester behandelt und sich nicht scheut, etwa für die Schlußsteigerungen der
ersten und dritten Kanzone weitere Instrumente heranzuziehen: eine Trompete sowie
Sängerinnen, die er am liebsten im Schwellwerk der Orgel postiert sähe. Wo Reger laut
wird, wird Karg-Elert exzentrisch. Gemeinsam bilden die beiden das odd couple der
deutschen Orgelmusik.“
DIAPASON NO. 501, MICHEL ROUBINET, 03/2003
"L'étrangeté d'un musicien irrégulier, complexe d'infériorité à l'égard de Reger : les clichés
sont aussi faciles qu'en partie inefficaces pour cerner la personnalité de Karg-Elert et
l'originalité de son apport au répertoire de l'orgue. Il est vrai que chaque fois qu'il reprend
une forme portée à son paroxysme par le génie de Reger, Karg-Elert apparaît moins
foncièrement créatif, moins à l'aise dans la mise en forme implacable d'une dramaturgie
qui, pourtant, lui semble presque une seconde nature, son goût du chromatisme
tourmenté des postromantiques lui ayant inspiré des pages d'une réelle envergure. C'est
ici le cas des Opus 85 (1910 - reprise de la première Kanzone avec trompette obligée), 87
(1913), 143 (1930) et 150 (1931), ce dernier drastiquement retouché (« viabilisé ») par
Piersig pour l'édition et le concert : exemple type de l'oeuvre potentiellement inépuisable
mais concrètement inaboutie (épineuse question que celle de la légitimité des révisions
de l'éditeur).
Partout un souffle épique, riche d'une stimulante imprévisibilité et d'une invention
également en proie à des ruptures d'intensité : les grandes fugues en forme
d'inextinguible crescendo de Reger demeurent désespérément inégalées, tout cliché
ayant sans doute sa part de vérité. Karg-Elert s'affranchit néanmoins dans des pièces
comme les six Cathedral Windows (1923), où l'on retrouve en quelque sorte l'air du
temps, celui de la réforme cécilienne d'un Bossi. Plus guère de chromatisme mais une
tonalité-quasi-modalité en quête d'expressivité revendiquée, de même dans les grandes
pages avec violon, un rien sentimentales (lucide, Karg-Elert avouait aimer ces senteurs
d'encens) mais d'une irréfutable beauté plastique », tout comme l'Epilog de l'Opus 85 no.
3, avec quatre voix de femmes. Si les interprètes, vrais connaisseurs de cet univers où
tant reste à découvrir, rendent à égalité justice à Karg-Elert, une différence de séduction
transparaît, laquelle tient à une moindre projection des timbres, assourdis, du Frobenius
d'Aarhus, Fagius oscillant entre réserve (très musicale) et une fougue singulière,
cependant que Elke Völker, la musicienne retrouvant le même Sauer que pour son
volume 1 (avec la symphonie), bénéficie d'un impact sonore plus probant, soutien d'une
flamme et d'une poésie sans faille."
Presse-Splitter
The Organ (England), Vol. 78 No. 310
Elke Völker utilises to the full the kaleidoscope of tone and does full justice to the colourful
music. Highly recommended. (CD Karg-Elert „Ultimate Organ Works Vol. 1)
Kieler Nachrichten
Die bemerkenswerte Musikerin zeigte sich ihren hohen Ansprüchen bei der Auswahl
schwierigster Werke bis ins Detail hinein gewachsen.
Schleswig-Holstein-Musikfestival - Segeberger Nachrichten
Das Konzert der 28jährigen Musikerin bildete einen grandiosen Auftakt.
.... Standing-Ovations und Bravos.
Lübecker Nachrichten
Aus der Vielfalt ein Ganzes. Ungeteilter Beifall des Publikums.
 
Weinheimer Nachrichten
Eine Demonstration außergewöhnlichen Stilempfindens und makelloser Technik.
Hamburger Abendblatt
Junge Organistin zog alle Register. Fesselnder Auftakt.
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